"Work-Life Balance" in Europa

Brüssel, 29. Juni 2016. Innovation und Kreativität sind die treibenden Kräfte für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Aber unter welchen Bedingungen können sich diese Kräfte am besten entfalten?

Das war der Bezugspunkt des 4. Treffens der Interest Group "Work-Life Balance" im EU Parlament.. Unter dem Titel "Wettbewerbsfähigkeit braucht Innovation, Innovation braucht Kreativität und Kreativität braucht Erholung" diskutierten TeilnehmerInnen aus Unternehmen, Kirchen, Gewerkschaften und Sozialverbänden.

KAB-Sonntagsexperte Hannes Kreller (2. v. re) und KAB Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann

Ein Erkenntnis der "Breakfast Debate"; es gibt zu wenige EU-Studien zur Arbeitsbelastung von ArbeitnehmerInnen, die letzten stammen aus dem Jahre 2010. "Das zeigt den dringenden Bedarf für bessere Sozial-Statistiken, die uns Rückschlüsse auf die Arbeitsbedingungen in der EU ermöglichen", resümiert Hannes Kreller, KAB-Experte für den Sonntagsschutz. " Unstrittg ist aber, aus unseren bisherigen Erkenntnissen, dass gemeinsame Freizeit geschützt werden muss, um das Wohlergehen und damit auch die Kreativität der ArbeitnehmerInnen in Europa zu fördern".

Thomas Mann von der EVP-Fraktion

Mit Blick auf die bisherigen Erfolge der Europäischen Sonntagsallianz verwies EU-Parlamentarier Thomas Mann (EVP) auf die Notwendigkeit einer engeren Kooperation mit der Europäischen Kommisssion, gerade in Hinblick auf die Neuregelung der Arbeitszeitrichtlinie. (s. Video oben) 

Die Interest Group wird ein weiteres Treffen iam 15. November 2016 veranstalten, das sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf "Work-life Balance" beschäftigt.