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2017

Münchner Sonntagsallianz startet Petition gegen Warenhausinitiative

Karstadt und Kaufhof wollen, daß jeder Sonntag zum Shoppingevent wird. Unter www.change.org/sonntag können sich Bürger aus München und ganz Deutschland dagegen wehren.

München 30.08.2017 - Die von den Warenhäusern Karstadt und Kaufhof angeführte Initiative "Selbstbestimmter Sonntag" fordert im Vorfeld der Bundestagswahl die völlige Abschaffung des freien Sonntags im Einzelhandel.

Die Geschäfte sollen an allen 52 Sonntagen im Jahr öffnen können. Auch andere aktuelle Initiativen, etwa des Handelsverbandes HDE, der Industrie- und Handelskammern oder auch der neuen Landesregierung in NRW, stellen den verfassungsrechtlichen Schutz der Sonntagsruhe grundsätzlich in Frage. Eine Änderung des Grundgesetzes auf Bestellung des Handels darf es nicht geben! Deshalb hat die kirchlich-gewerkschaftliche Allianz für den freien Sonntag die Online-Petition „Der Sonntag muss frei bleiben!“ gestartet. Sie ruft Beschäftigte des Einzelhandels, mittelständische Händler, Kirchengemeinden, Familienverbände, Sportvereine und alle anderen Freundinnen und Freunde des freien Sonntags auf, diese Petition auf der Plattform change.org zu unterstützen. In den ersten Wochen haben schon über 5.000 Personen unterschrieben, ein gelungener Auftakt.

Die Münchner Allianz für den freien Sonntag feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Seit der Gründung wirbt sie in der Region München für den Erhalt und gegen die Kommerzialisierung der Sonn- und Feiertage. U.a. konnte sie rechtswidrige Shoppingevents zum Münchner Stadtgründungsfest verhindern. Das Engagement der Sonntagsallianz gegen verkaufsoffene Sonntage in Eching führte im November 2015 zu einem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichtes, auf dessen Grundlage regelwidrige Sonntagsöffnungen in ganz Deutschland gestoppt wurden.

Pressekontakt:

DGB Region München

Benedikt Kopera Tel. 0151 28306298 benedikt.kopera@dgb.de 

kda Kirche und Arbeit

Philip Büttner Tel. 0176 81133690 buettner@kda-bayern.de

verdi

Georg Wäsler Tel. 089 599779300 georg.waesler@verdi.de

kab

Heinz Neff Tel. 089 55251640

Katholische Betriebsseelsorge

Christian Bindl Tel. 089 55251630

Sonntags-Allianz befürchtet Angriffe auf Sonntagsruhe

Köln/München, 15. Mai 2017. Trotz der Erfolge von KAB und der Gewerkschaft ver.di bei der Verhinderung von rein kommerziellen Ladenöffnungen, ist der Schutz des freien Sonntags weiter in Gefahr.
Der Handelsverband Deutschland (HDE), der sich selbst als legitimes Sprachrohr der Einzelhändler bezeichnet, will den Sonntagsschutz weiter aushöhlen. Nachdem Gerichte das Einkaufen an diesem Tag aufgrund fehlender kultureller oder traditioneller Anlassbezüge in über hundert Städten und Kommunen stoppten, startet HDE-Chef Stefan Genth mit einem Runden-Tisch-Angebot den Versuch, die schleichende Aushöhlung der Sonntagsruhe in der Findung eines Konsens durchzusetzen.

"Wir nehmen gerne an einem Runden Tisch teil", so Sozialexperte Hannes Kreller (KAB) gegenüber der Nachrichtenagentur kna in einem Interview. Doch der KAB-Vertreter in der bundesweiten Allianz für den freien Sonntag macht ebenso deutlich: ""Wir sind nicht bereit den Sonntagsschutz weiter aufzuweichen!". Er will gemeinsam mit dem Bündnis aus Gewerkschaften, Vertretern beider Kirchen, Betriebsseelsorge, KDA und der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) weiter für den arbeitsfreien Sonntag kämpfen.

FDP will Anlassbezug streichen, um Sonntags-Kommerz zu ermöglichen

"Hier geht es um grundgesetzlich geschützte Freiheitsrechte. Die lassen wir uns nicht nehmen", gibt sich Kreller kämpferisch. Doch gerade da setzt die derzeit in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein erstarkte FDP an. So macht sich der hessische FDP-Politiker und Landtagsabgeordnete Jürgen Lenders dafür stark, den Anlassbezug aus dem Gesetz zu streichen. Dies würde dem Kommerz am Sonntag Tür und Tor öffnen, da nicht mehr der Anlass, sprich das historische oder traditionelle Stadtfest das wichtigere Ereignis sein muss. 

Derzeit versuchen Kommunen und CityMarketing-Unternehmen Geschäfte am Sonntag aus rein kommerziellen Gründen zu öffnen und ziehen deshalb Klagen von ver.di und KAB auf sich, die dieses unrechtmäßige Treiben stoppen wollen. In den Medien äußern sich dann die enttäuschten möglichen Besucher, die nach Hause geschickt werden müssen. "Es wird oft behauptet, die Menschen wollten ständig am Sonntag einkaufen. Tatsächlich lehnen, wie eine große Umfrage in Münster zeigt, die große Mehrheit der Einwohner den Sonntagstrubel ab", so Kreller. 

 Hier finden Sie das Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur

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KAB Deutschlands e.V. 
Bernhard-Letterhaus-Str. 26
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Vertretungsberechtigter und Verantwortlicher / ViSdP:

 

Maria Etl, KAB Bundesvorsitzende

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