Allianz für den freien Sonntag

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3.3. Internationaler Tag

Grundlegende Bedeutung für das Gemeinwohl

Sonntagsallianz 02.03.2018 - Anlässlich des Internationalen Tages des freien Sonntags, der am 3.März begangen wird, erinnert die Allianz für den freien Sonntag daran, dass dem Sonnagsschutz laut bundesdeutscher Verfassung eine grundlegende Bedeutung für das Gemeinwohl zukommt.

"Sonntagsschutz ist Freiheitsschutz", betont Stefanie Nutzenberger,
Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di). "Der Wettbewerb muss sich der Verfassung anpassen und nicht
umgekehrt. Das heißt, Menschen haben ein Recht auf Ruhezeit, auch und
gerade am Sonntag. Und dieses Recht darf nicht dem Gewinnstreben von
Unternehmen geopfert werden." Ausnahmen vom sonntäglichen
Arbeitsverbot seien nur dort zulässig, wo sie der sonntäglichen
Erholung dienen (Arbeiten "für" den Sonntag) oder Tätigkeiten
betreffen, die aus sachlichen Gründen nicht aufgeschoben werden
können (Arbeiten "trotz" des Sonntags).

Ein demokratisches Gemeinwesen sei darauf angewiesen, dass in ihm
auch Freiheiten erlebt werden können, die sich nicht ökonomisch
verrechnen lassen. "Die Verfassung schützt nicht nur die Ökonomie,
sondern den ganzen Menschen", erklärt Maria Etl, Katholische
Arbeitnehmerbewegung Deutschland (KAB) für die Sonntagsallianz.
Der arbeitsfreie Sonntag kann aus Sicht der Allianz für den freien
Sonntag ein Gewinn für Städte und Regionen sein, um deren
Erlebnisräume ohne wirtschaftliche Zielsetzungen wiederzuentdecken.
"Menschen wohnen gerne in Städten, in denen man auch noch anderes
miteinander unternehmen kann als einzukaufen", so Ralf Stroh,
Beauftragter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) für
den Sonntagsschutz.

Die Allianz für den freien Sonntag ist eine
kirchlich-gewerkschaftliche Initiative, die von zahlreichen
Organisationen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen unterstützt
wird. Sie ist auf der Bundesebene sowie in neun Bundesländern und
über 90 Regionen Deutschlands verankert. Sonntagsallianzen und
ähnliche Initiativen bestehen auch in vielen anderen EU-Ländern.


Pressekontakt:
Martina Sönnichsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011
und -1012
Fax: 030/6956-3001

e-mail:
pressestelle@verdi.de

Internationaler Tag des freien Sonntags am 03. März

Aktiv werden, um die Sonntagsruhe  zu bewahren


In Deutschland und anderen europäischen Ländern wird am  3. März der Schutz des arbeitsfreien Sonntags gefeiert.

Der „Internationale Tag des freien Sonntags“ erinnert an den ersten europaweiten staatlichen Sonntagsschutz unter Kaiser Konstantin I. im Jahr 321 n. Chr. Die gewerkschaftlich-kirchliche Allianz für den freien Sonntag veranstaltet rund um den 3. März in vielen Regionen Deutschlands Straßenaktionen wie Ruhemobs oder Flashwalks sowie politische Diskussionen. Da der 3. März 2013 auf einen Sonntag fällt, werden in diesem Jahr in Kirchengemeinden viele Gottesdienste zum Thema freier Sonntag gefeiert (s.u. Liste von Aktionen und Gottesdiensten rund um den  3. März). 


Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, riefen aus diesem Anlass in einer gemeinsamen Presseerklärung (18.2.2013) dazu auf, den Sonntag zu schützen und zu bewahren. Er sei nicht nur für Christen eine heilsame Unterbrechung. „In Zeiten einer zunehmenden Beschleunigung aller Lebensvorgänge, der Individualisierung der Lebensformen und der Verringerung des Stellenwerts der gemeinsamen freien Zeit brauchen wir eine wohltuende Atempause.“
Die bundesweite Allianz für den freien Sonntag wird gerade im Wahljahr 2013 die Parteien mit ihren politischen Anliegen konfrontieren. Die Allianz fordert, die den Sonntagsschutz betreffenden Gesetze und Verordnungen (z.B. den Ladenschluss und die Bedarfsgewerbeverordnungen) bundeseinheitlich zu regeln, Ausnahmen für Sonntagsarbeit einzudämmen und besser zu kontrollieren, Rund-um-die-UhrLadenöffnungen zu stoppen und einen amtlichen Sonntagsschutzbericht einzuführen.
 
 

Alle Ausnahmeregelungen für Sonntagsarbeit kommen auf den Prüfstand

3. Zeitkonferenz der Allianz für den freien Sonntag 

Nürnberg 3.März 2009 - Am „Internationalen Tag des freien Sonntags“ (3. März) veranstaltete die kirchlich-gewerkschaftliche Initiative „Allianz für den freien Sonntag“ ihre 3. bundesweite Zeitkonferenz im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg. Etwa 100 Akteure und Unterstützer aus ganz Deutschland nahmen teil. Schwerpunktthema der Tagung waren die Belastungen der Beschäftigten im Handel, wo Nachtarbeit und verkaufsoffene Sonntage zunehmen.
 
Ulrich Dalibor, Leiter der ver.di-Bundesfachgruppe Einzelhandel, stellte den ökonomischen Sinn längerer Öffnungszeiten in Frage: „Die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten in vielen Bundesländern hat nichts Gutes gebracht – weder den Beschäftigten, noch den Kunden und auch den allermeisten Unternehmen nicht. Der Gesamtumsatz des deutschen Einhandels stagniert seit vielen Jahren. Wir erleben einen erbitterten Kampf um Marktanteile und die Verdrängung kleinerer Betriebe.“
 
An den historischen Hintergrund des „Internationalen Tags des freien Sonntags“ erinnerte Erwin Helmer von der Bundeskommission der katholischen Betriebsseelsorge. „Am 3. März im Jahr 321 n. Chr. führte Kaiser Konstantin den ersten staatlichen Sonntagsschutz ein. Einen solchen Schutz brauchen wir heute genauso wie damals. Denn der Sonntag unterbricht den Kreislauf von Produktion und Konsum. An diesem Tag kommt der Mensch zu sich, da hat die Familie eine Ruhezone.“
 
Mittlerweile müssen jedoch fast 11 Millionen Menschen in Deutschland auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Dies zeige, dass die Regelungen für die Sonntagsruhe nicht mehr richtig funktionierten, so Philip Büttner vom Bundesvorstand des Kirchlichen Dienstes in Arbeitswelt der Evangelischen Kirche in Deutschland. „Wir müssen genau hinsehen, wo der gesetzliche Sonntagsschutz erneuert werden muss, um nicht zur Farce zu werden.“ Teilweise werde eine Rückverlagerung der Regelungen von der Länderebene hin zu Bundesebene notwendig.
 
Die Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, Birgit Zenker, kündigte an, dass die Allianz für den freien Sonntag im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 die vielfältigen Ausnahmen für Sonntagsarbeit in Bund und Ländern auf den Prüfstand stellen und mit ihren Problemanzeigen auf die Politik zugehen werde. Schon in den kommenden Wochen werde sich das Bündnis darüber hinaus an alle deutschen Europaabgeordneten wenden, um für eine neue Sonntagsinitiative im EUParlament Lobbyarbeit zu machen.
 
Ansprechpartner: Philip Büttner, Tel: 089/ 53 07 37 33, buettner@kda-muenchen.de KDA, Schwanthalerstr. 91, 80336 München

Unterstützung der schriftlichen Erklärung des EU-Parlaments zum Schutz eines arbeitsfreien Sonntags

Sehr geehrtes Mitglied des EU-Parlaments,

die Allianz für den freien Sonntag, die heute am „Internationalen Tag des freien Sonntags“ in Nürnberg ihre 3. bundesweite Zeitkonferenz veranstaltet, bittet Sie um Unterstützung einer neuen europäischen Initiative zum Sonntagsschutz. 

Im Februar haben fünf Europa-Abgeordnete verschiedener Fraktionen eine „Schriftliche Erklärung zum Schutz eines arbeitsfreien Sonntags als tragendem Element des europäischen Sozialmodells und Teil des europäischen Kulturerbes“ eingereicht. Darin werden die Mitgliedstaaten und die EUOrgane aufgefordert, „den Sonntag in künftigen einzelstaatlichen und EURechtsvorschriften zur Arbeitszeit als wöchentlichen Ruhetag zu schützen, um den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und die Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben zu fördern“. 


In Deutschland nimmt Sonntagsarbeit nachweislich Jahr für Jahr zu. Hier wie in vielen anderen europäischen Ländern ist eine stetige Ökonomisierung des Sonntags zu beobachten. Der Sonntag ist jedoch mehr als nur ein freier Tag. Er hat eine zentrale Bedeutung für Mensch und Familie, für das kulturelle und religiöse Leben, für eine gesunde und soziale Arbeitswelt. Ohne Sonntage gibt es nur noch Werktage!


Wir möchten Sie daher dringend bitten, das wichtige Anliegen des Sonntagsschutzes zu unterstützen und durch Ihre Unterschrift einen Beitrag dafür zu leisten, dass die eingereichte Erklärung zu einer offiziellen Verlautbarung des Europäischen Parlaments werden kann. 
Mit freundlichen Grüßen
Die Teilnehmenden der 3. Zeitkonferenz (s. Liste)
 
 
„Ich unterstütze das Schreiben der Allianz für den freien Sonntag an die deutschen EuropaAbgeordneten vom 03.03.2009 und fordere die Mitglieder des EU-Parlaments auf, die schriftliche Erklärung zum Schutz eines arbeitsfreien Sonntags zu unterzeichnen.“


Sabine Slawik, Katholischer Deutscher Frauenbund Bayern, Augsburg

Prof. Dr. Friedhelm Nachreiner, Universität Oldenburg

Pfarrer Charles Borg-Manché, KAB München

Edgar Schiedemeier, KAB Cham

Lydia Faber, KAB Untermässing

Georg Jantke, KAB Nürnberg-Süd

Lorenz Mack, KAB Nürnberg-Süd

Ernst Müller, afa Mittelfranken, Erlangen

Heinrich Richter, KAB Neumarkt

Peter Oberholzer, „Sonntag muss Sonntag bleiben, St. Gallen

Ute Meier, kda Bayern, Regensburg

Monika Jung, Karstadt Wiesbaden

Pfarrerin Christel Binder, Evangelische Landeskirche Baden

Pfarrer Jens Junginger, KDA Württemberg, Reutlingen

Pfarrerin Karin Uhlmann, KDA Neckarsulm

Angela Gatke, verdi, Mainleus

Jutta Obeser, verdi, Diedorf

Pfarrer Andreas Heitmann, Evangelische Landeskirche Baden

Martin Winter, Evangelische Kirche Württemberg, Kusterdingen

Dirk Nagel, verdi Niederbayern, Landshut

Christian Müller, verdi, Berlin

Angelika Schmidt, verdi, Leipzig

Pfarrer Siegfried Strobel, KDA Baden

Pfarrer Karl Gerlinger, Evangelische Kirche Württemberg, Sindringen

Pfarrer Eckart Schulz-Berg, Evangelische Kirche Württemberg, Stuttgart

Pfarrer Andreas Schlechtweg, EvangelischLutherische Kirche in Bayern, Hallstadt

Alfred Gassmann, KAB Bayern, Coburg

Gerhard Strunz, kda Bayern, Marktredwitz

Eckhard-J. Schneider, Betriebsseelsorge, Kronach

Werner von Hagen, afa Bayern, Kolbermoor

Stefan Najda, verdi, Berlin

Hans-Georg Spille, KAB Neumarkt

Markus Nickl, KAB Weiden

Barbara Waltridge, Karstadt Wiesbaden

Pfarrerin Ester Kraus, Evangelische Landeskirche Baden

Pfarrer Jörg Allgeier, Evangelische Landeskirche Baden

Pfarrer Gunther Wruck, Evangelische Kirche Württemberg, Erbach-Ersingen

Birgit Zenker, KAB Deutschland, Köln

Jutta Spille, KAB Neumarkt

Gunda Gebhardt, KAB Kirchehrenbach

Maria Trautner, KAB Kirchehrenbach

Albert Ottenbreit, KAB Saarbrücken

Hildegard Remling, KAB Neumarkt

Waltraud Bellaj, Katholischer Deutscher Frauenbund Bayern, Eichstätt 

Christine Kissner, Karstadt Wiesbaden

Benjamin Freinik, Karstadt Wiesbaden

Brigitte Horstmann-Sprenger, verdi Wiesbaden

Johann Sauer, KAB Nürnberg

Hildegard Dorner, KAB Roth/ Hiltpoldstein

Bernhard Schiederig, verdi Hessen, Frankfurt

Hanne Kunstmann, verdi Marktredwitz

Pfarrerin Esther Kuhn-Luz, Evangelische Akademie Bad Boll

Pfarrer Dr. Ulrich Dreesmann, Evangelische Kirche Württemberg, Korntal-Münchingen

Hannes Kreller, KAB Deutschland, München

Erwin Helmer, Betriebsseelsorge, Weilheim

Nina Golf, kda Bayern, Nürnberg

Philip Büttner, kda Bayern, München

Hanna Kaltenhäuser, kda Bayern, Nürnberg

Norbert Feulner, kda Bayern, Nürnberg

Sybille Ott, kda Bayern, München

Pfarrer Friedemann Preu, kda Bayern, Nürnberg

Hannelore Kiefer, kda Nürnberg

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