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Bremisches Ladenschlussgesetz vom 28.03.2007

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Bremen setzt auf Sonntagsschutz

Sonntagsallianz 19. Juni 2018 - Ab sofort kämpft die Allianz auch in Bremen für den Schutz des Sonntags. Träger sind die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB).

Ziel ist, die schleichende Aushöhlung des Sonntagsschutzes zu stoppen und das Thema breit in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Die Gründungsmitglieder teilen die Sorge, dass ohne entschiedene Gegensteuerung weitere Lockerungen hinsichtlich der Arbeit an Sonn- und Feiertagen gefordert werden. Denn der Sonntag steht zunehmend unter Druck.

Sonntag darf nicht ökonomisch ausbeutbar werden  

Der Zeitgeist, wirtschaftliche Interessen und eine rein ökonomische Betrachtungsweise als absolut zu setzen und ihnen alle Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens unterzuordnen, hat sich in den vergangen Jahren sehr verstärkt. Eine solche Rationalität sieht in arbeitsfreien und vor ökonomischer Verwertung geschützten Zeiten, wie es Sonn- und Feiertage sind, nichts anderes mehr, als eine ungenutzte Ressource, einen verschenkten Wettbewerbsvorteil. Diesem Trend tritt die „Allianz für den freien Sonntag“ entgegen. Sie will sich für verstärkten Sonntagsschutz einsetzen, für effektivere Kontrollen bei den bestehenden und gegen immer neue Ausnahmeregelungen. Die seelische Erhebung, wie das Grundgesetz einen Aspekt des Sonntags benennt, finden Menschen zwar in unterschiedlichen Bereichen (der Gottesdienstbesuch, ein Konzert, ein Ausflug, ein Buch oder auch nur die-Seele-baumeln lassen). Eins ist ihnen allen gemeinsam – sie sind nicht Alltag!

 

Wie Bremen für verkaufsoffene Sonntage wirbt, finden Sie hier:

 

Sind Familien und Freunde nicht mehr als Konsumenten?

Ein weiterer wesentlicher Aspekt des Sonntags ist die gemeinsame freie Zeit. So kritisieren die Trägerorganisationen der Allianz die zunehmende Entgrenzung zwischen Arbeits- und Freizeit. Kollektive Ruhepausen haben eine wichtige qualitative Bedeutung für die Gesellschaft – und der Sonntag steht dafür wie kein anderer Tag. Er repräsentiert einen verlässlichen freien Zeitraum, in dem soziale Aktivitäten stattfinden können, für deren Organisation, zeitliche Koordination und Synchronisation an den Wochentagen nicht genügend Zeiträume zur Verfügung stehen. Der Feierabend selbst bietet vielfach nur Raum für die persönliche Regeneration. Gemeinsame freie Zeit hat für alle Gesellschaftsmitglieder die gleiche wesentliche Bedeutung: Soziale Beziehungen jeglicher Couleur bedürfen einer Pflege, die gemeinsame freie Zeit benötigt. Dies gilt für Singles und Familien gleichermaßen. Auch soziales, sportliches und politisches Engagement in Gruppen, Verbänden und Vereinen ist von einem gemeinsamen Zeitrhythmus abhängig. Der Sonntag ist bislang noch ein Garant für diesen kollektiven Zeitraum - er muss geschützt werden! Die Interessen nach optimaler Auslastung von Maschinen und längstmöglichen Öffnungszeiten im Handel rechtfertigen es nicht, dass eine ganze Gesellschaft sich ausschließlich dem Produktions- und Konsumprozess unterordnen muss. Die 24-StundenArbeitsgesellschaft darf nicht zur Regel werden. Die Flexibilität der Beschäftigten hat ihre Grenze in dem Bedürfnis nach Ruhe und Abstand vom Arbeitsprozess. Aus diesen Gründen muss die Sonntagsarbeit die Ausnahme für gesellschaftliche Notwendigkeiten wie Pflege, Mobilität und Sicherheit bleiben.

Kontakt: Ingeborg Mehser, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen, Tel. 0421 346 15 23, mehser.forum@kirche-bremen.de

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