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Studien/Statistiken

Zunahme atypischer Arbeitszeiten steht guter Arbeit entgegen

Bundestagsfraktion Die Linke stellt Anfrage an die Bundesregierung

Sonntagsallianz 10.11.2018 - Unter der Drucksachen-Nr. 19/5657 liegen nach einer Kleinen Anfrage (Drucksache 19/5246) der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag nun aktuelle Zahlen über Arbeitszeiten in Deutschland vor. Darunter finden sich auch Daten zu Sonn- und Feiertagsarbeit, unterteilt nach Branchen.

„Die Gestaltung der Arbeitszeit ist ein wichtiges Element zur Beurteilung der Qualität von Arbeit“, betont die Fraktion in ihrer Kleinen Anfrage. Atypische Arbeitszeiten erschwerten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die Diskussion über „Arbeit 4.0“ und den Wandel der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung erfordere eine Bestandsaufnahme bereits bestehender atypischer Arbeitszeiten. "Für die Gesundheit der Beschäftigten ist die Lage und die Dauer der Arbeitszeit eine entscheidende Variable." Um die Diskussion um Arbeit 4.0 und die Forderungen nach mehr Zeitsouveränität konstruktiv begleiten zu können, wollten sich die Fragesteller einen Blick über aktuelle Entwicklungen bei den atypischen Arbeitszeiten in Deutschland verschaffen.

Zur Drucksache 19/5657

 

 

Europa braucht freien Sonntag

Die derzeitigen Verhandlungen zwischen der EU und den USA über den Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen bringen soziale und kulturelle Werte wie den Arbeitsschutz und Sonntagsschutz massiv in Gefahr, befürchtet die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands. "Immer häufiger glauben Bürgermeister von Städten und Kommunen, dass der Internethandel durch Sonntagsöffnungen zurückgedrängt werden kann", erklärt Hannes Kreller, Arbeitsrechtsexperte der KAB Deutschlands.

Kommunalpolitiker vergessen dabei, dass auch die Internetfirmen sonntags ihre Waren nicht ausliefern, sondern erst zwei bis drei Tage später. "Die schwierige Lage von Geschäften und die fehlende Attraktivität der Innenstädte lässt sich nicht durch die Abschaffung des arbeitsfreien Sonntags beseitigen", erklärt Kreller. 

Europäische Arbeitnehmer drängen auf Sonntagsschutz im EU- Arbeitsrecht
Der Schutz des arbeitsfreien Sonntags muss gerade im europäischen Recht festgeschrieben werden. "Wir dürfen es nicht zulassen, dass der freie Sonntag als sogenannten Handelshemmnis privaten Schiedsgerichten überlassen wird. Europa braucht den arbeitsfreien Sonntag", erklärte Otto Meier, Präsident der Europäischen Bewegung Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (EBCA).

Aus Anlass des 1. Internationalen arbeitsfreien Sonntag am 3. März rufen KAB und EBCA gemeinsam dazu auf, verstärkt kommunale Allianzen für den freien Sonntag zu gründen, um den Konsumwahn wenigstens an einem Tag der Woche zu stoppen. 

50. bayerische Sonntagsallianz

Kreller begrüßt es deshalb, dass sich am 3. März im bayerischen Traunstein die 50. Allianz für den freien Sonntag im Freistaat Bayern gründen wird. Aufgerufen hat dazu die katholische Betriebsseelsorge und der Kreiskatholikenrat. 

Träger des bundesweiten Bündnisses sind die Gewerkschaft ver.di, die Katholische Betriebsseelsorge, die Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern AfA,  der Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche (KdA)  und die KAB Deutschlands. 

Der 3. März als Internationaler Tag des Sonntags, hat seinen Ursprung im Jahre 321, als Kaiser Konstantin den Sonntag zu verpflichtenden Feiertag erklärte. 

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