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Sonntagsgedanken

Gedanken zum freien Sonntag - von Pfarrer Andreas Ginzel, Kath. Pfarrei Heilige Familie in Bitterfeld

 

2. März 2019 - Was machen Sie morgen? Ausschlafen? Gemütlich frühstücken? Engagieren Sie sich in einem Faschings- oder Karnevalsverein? Schauen Sie sich einen Festumzug an, z.B. im Fernsehen? Treffen Sie sich mit Freunden? Besuchen und feiern Sie einen Gottesdienst? Zieht es Sie in die Natur oder haben Sie Kultur eingeplant? – Vieles ist möglich, weil Sonntag ist, gemeinsame freie Zeit, vom Grundgesetz geschützt.

Gott läßt sein Tagewerk ruhen

Schon seit 4.000 Jahren prägt die Sieben-Tage-Woche den Lebensrhythmus vieler Völker. Dieser Rhythmus vermittelt den Menschen und den Gemeinschaften eine hilfreiche Beständigkeit. Die hebräische Bibel beginnt mit der Erschaffung der Welt in sieben oder eigentlich in sechs Tagen. Dabei geht es gar nicht darum, zu erklären, wie die Welt geworden ist, oder was für ein tüchtiger Handwerker der liebe Gott doch ist. Der Clou ist vielmehr, dass der große Gott und Schöpfer aller Dinge es nach sechs Tagen gut sein lässt. Er betrachtet sein Werk „und siehe es war sehr gut“. So erklärt Gott den siebten Tag für heilig.

Von den Babyloniern bis Konstantin

Die so geordnete Sieben-Tage-Woche findet sich vorher bereits bei den Babyloniern und wird - durch die Schöpfungsordnung bestätigt - auch bei Juden und Christen gepflegt. Dass sich im Christentum der Sonntag gegenüber dem Sabbat durchsetzt, liegt daran, dass die Auferstehung Jesu für den „ersten Tag der Woche“ - also für den Tag nach dem Sabbat - bezeugt wird, aber sicher auch an Kaiser Konstantins Edikt vom 3. März 321. Darin verfügt er „den dies solis, den Tag der Sonne, betreffend ein für allemal für das gesamte Reich: Alle Richter, Stadtbewohner und Gewerbetreibenden sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen.“ Der Sonntag ist eine frühe soziale Errungenschaft und auch heute als Tag der Ruhe, der Gemeinschaft, der Befreiung von Sachzwängen, Fremdbestimmung und Zeitdruck unverzichtbar.

Der Sonntag heute: Verraten und verkauft?

Und doch: Allein in Deutschland müssen elf Millionen Menschen, viele von ihnen regelmäßig, auch sonntags arbeiten. Immer öfter zeigen sich Tendenzen, die den Sonntagsschutz auch über unabweisbare sozusagen lebenserhaltende Ausnahmen hinaus aushöhlen. Gegen diesen Ausverkauf wehren sich unter anderem Gewerkschaften, Kirchen und Verbände, die regional, deutschlandweit und seit 2011 auch auf europäischer Ebene Sonntagsallianzen bilden. Seitdem wird der 3. März im Gedenken an die erste greifbare gesetzliche Sonntagsregelung als Internationaler Tag des freien Sonntags begangen. Morgen ist der 3. März, hoffentlich auch für Sie freier Sonntag. Genießen Sie ihn und verkaufen Sie ihn nicht!

Übrigens: MDR-Kultur überträgt am morgigen Sonntag um 10 Uhr einen Gottesdienst zum Thema aus der Bitterfelder Herz-Jesu-Kirche. Natürlich können Sie auch live dabei sein.

Zur MDR-Programmankündigung und zum Live-Stream

 

 

10 Zeiterfahrungen

von Erwin Helmer

  1. Lass dir Zeit, armer Mensch, sie ist dein größter Reichtum.

  1. Nimm dir deine Pausen, sonst nehmen die Pausen dich!

  1. Du kannst nicht arbeiten „wie ein Kranker“, um dann gesund in Rente zu gehen.

  1. Du kannst deine Erholung grundsätzlich nicht verschieben, ohne dir Schaden zu holen.

  1. Wir brauchen den Sonntag, sonst werden wir „unbrauchbar“.

  1. Sonntag – das ist der Sieg des Menschen über die rastlose Ökonomie.

  1. Sonntag ist wie der Magnet, der - unter ein Papierblatt mit Eisenspänen gehalten - wunderbare Kreise und Wellen erzeugt. So geht Sonntag.

  1. Nimm dir ein Beispiel an den „Sonntagsfahrern/innen“, sie sind dem Sinn des Sonntags schon näher gekommen – wenn auch langsam.

  1. Erst im Faulenzen vollendet sich so manches Werk, wie es im Schöpfungsbericht heißt: „Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte und er ruhte am siebten Tag.“ (Genesis 2,2)

10. Beachte diese Erfahrungen erst ab übermorgen!

 

 

10 Gründe für ein gutes Zeitbewußtsein

Meine Zeit ist mein Leben

von Erwin Helmer

Die Zeitnot in Deutschland nimmt zu. Vor allem die „gemeinsamen freien Zeiten“, die unsere Familien und unsere Gemeinschaften zusammenhalten, stehen unter starkem Druck. Dies gilt insbesondere für den Sonntag. Immer neue Schlupflöcher für zusätzliche Sonntagsarbeit werden aufgetan. Die Folge, immer mehr Beschäftigte in Deutschland leisten Sonntagsarbeit...mehr

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